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Geschichtlicher Abriss zur Dauerausstellung| FETT - EINÄUGIG - REVOLUTIONÄR | Schloss Rochlitz

DEDO DER FETTE



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Er war der Sohn des Markgrafen von Meißen und Luitgard. 1156 erhielt auf Grund der Landesteilung die Herrschaft über Rochlitz mit dem Landesstift Naumburg aus. Da er der jüngere Sohn des Markgrafen von Konrad war und Adoptivsohn seiner Tante Bertha, welche Erbin von Groitzsch war.

Durch seine Teilnahme an Heerfahrten des Kaiser Friedrich Barbarossa nach Italien entwickelte er sich zu einem Vertrauten des Kaisers. Im Jahre 1177 beschwor er den Frieden von Venedig vor Papst Alexander den III. Als Zeuge für den Kaiser. Im Erbfolgestreit des Jahres 1189 ergriffen er und sein Sohn Konrad Partei für den Stolzen Albrecht.

Während seiner Aufenthalte auf Schloss Rochlitz betrieb er starke Besiedlungspolitik um Bauern um Schloss Rochlitz anzusiedeln. Dabei wurden große, dichte Waldflächen rings um Rochlitz gerodet. Als Grablage stiftete er 1168 ein Augustiner-Chorherrenstift in Zschillen dem heutigen Wechselburg. Dort wurden Dedo uns seine Frau Mechthild nach Ihrem Tode beigesetzt. Neben Ihren ruhen noch weitere bedeutsame Persönlichkeiten. Dazu zählen, Dietrich von Groitzsch und Markgraf Konrad von Ostmark/Lausitz.

Warum erhielt Dedo den Beinamen DER FETTE?

Nach jedem Feldzeug den er gemeinsam mit Kaiser Barbarossa erfolgreich absolvierte, kehrte Dedo gern nach Rochlitz zurück und genoss die guten sächsischen Speisen. Da Dedo kein Kostverächter war, wurde er immer fetter und fetter. Dies brachte Ihm im Laufe der Zeit den Beinamen „Dedo der Fette“ ein.

In Vorberetiung auf seinen Romzug und den Feldzug gegen den das Königreich Sizilien, wollte Dedo eine „Schönheitsoperation“ durchführen lassen. Da das Fett Ihm hinderlich war bei dem geplanten Feldzug, wollte er sich dieses abschneiden lassen. Dies endete jedoch nicht glücklich für Ihn. Er verstarb am 16. August 1190 an den Folgen seiner misslungenen „Schönheitsoperation“.

WILHELM DER EINÄUGIGE



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Wilhelm der I. wurde am 19.12.1343 als Sohn von Friedrich des Ernsthaften und seiner Frau Mathilde von Bayern geboren. Er übte die Regierung über die Länder seines Vaters bis ins Jahr 1382 im Wechsel mit seinen älteren Brüdern aus. Nachdem sein Bruder Friedrich 1381 verstarb, führte er im Jahr 1382 mit den verbliebenen Erben die sogenannte Chemnitzer Teilung durch. Im Zuge dessen erhielt er die Markgrafschaft Meißen zu seinen Ländereien.

Die Verwaltung als Statthalter der Mark Brandenburg übernahm er ab 1395. Der einäugige Fürst, war einer der tätigsten seiner Sippe. So verankerte er das Bleichen von Leinen in Rochlitz. Aus der ganzen Region wurden die Leinenstoffe nach Rochlitz gebracht um diese zu bleichen. Dies kam dem Handwerk um Rochlitz zu Gute und bescherte nicht nur den Bauern gute Einnahmen, sondern auch Wilhelm dem I. Doch dies war nicht die einzige Tat des arbeitsamen Wettiner-Fürsten. So be-seitigte er auch Machtbefugnisse innerhalb der Mark Meißen von kleineren Herrschaften und er wehrte die Luxemburgischen Böhmer ab. Ebenso gewann er die Herrschaft über Colditz und über die Besitzungen des Burggrafen von Dolma. Also großer Gönner der Domkirche zu Meißen ging er in die Geschichte ein, da er bei der Durchsetzung der Exemtion half.

Ab 1401 erwarb er die ersten Weinberge in der Lößnitz und stellte damit für die nächsten 500 Jahre die Existenz des wettinischen Hof-Weingutes Hoflößnitz sicher. 1404 stiftete Wilhelm Dresden ein Augustinerkloster und stattet es mit Besitz aus. Durch die vielen Ländereien und Herrschaften des Markgrafen, stiegen aber auch die Ausgaben und belasteten damit Land und Bauern. Dies machte sich der verschiedene Steuererhebungen und die Verringerung des Silbergehalte in den von der Wettinischen Hauptmünzstätte ausgegebenen Münzen bemerkbar und destabilisierte diese Währung. Erst 1412 stabilisierte Friedrich der Streit-bare die Währung wieder. Da die Ehe mit Elisabeth von Mähren und die Ehe mit Anna von Braunschweig leider keine Kinder hervorbrachten, viel das Erbe nach seinem Tode an seine Neffen, Friedrich den Streitbaren, Wilhelm den Reichen und Friedrich den Friedfertigen.

Aber wie verlor Wilhelm der Einäugige eigentlich sein Auge um diesen Beinahmen zu bekommen?

Die Sage besagt, dass Wilhelm der I. Sehr viele Streitigkeiten mit der Kirche anzettelte und im Schlaf soll Ihm der heilige Benno erschienen sein und das Auge ausgestochen haben.

ELISABETH DIE REVOLUTIONÄRE



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Elisabeth, wurde am 4. März 1502 in Marburg geboren hatte von Beginn an kein leichtes Leben vor sich. So wurde sie bereits mit 3 Jahren mit Johann von Sachsen verheiratet. An der Eheurkunde hingen 26 verschiedene Sigel und einer der wichtigsten Sätze in diesem Dokument lautet: Sollte ihr Ehemann Johann von Sachsen vor Ihr diese Welt verlassen, so würden ihr als Witwenversorgung das Schloss Rochlitz und die Stadt zufallen. Und so kam es am Ende dann auch. Sie verwaltet nach dem Tod ihres Gemahls, die Ämter Rochlitz, Kriebstein und weitere selbständig, was Ihr den Beinamen „Elisabeth von Rochlitz“ einbrachte.

Nach dem Tod Ihres Mannes zog Elisabeth im Jahr 1537 nach Rochlitz und erlaubte ab diesem Zeitpunkt in Ihrem Gebiet die „Lutherische Lehre“, während Ihr Schwiegervater Georg der Bärtige im übrigen Sachsen am katholischen Glauben festhielt. Ihr Bruder Phillip unterstütze ihre Auf-nahme in den schmalkaldischen Bund. Sie ist zu dieser Zeit eine der „mächtigsten“ Frauen der Reformation und Beraterin Moritz von Sachsens. Im schmalkaldischen Krieg, kämpft Moritz von Sachsen, Elisabeth erzog ihn als Kind, gegen den scmmalkaldischen Bund.

Um die „lutherische Lehre“ zu verbreiten, entschließt sich Elisabeth zu einem riskanten Schritt. Schloss Rochlitz wird zum Agentensitz ausgebaut. Um ihren Verbündeten im schmalkaldischen Bund die Truppenbewegungen des Kaisers mitzuteilen, entwickelt Elisabeth von Rochlitz eine eigene Geheimschrift. Einige dieser Dokumente sind noch erhalten und lassen sich bestaunen. Sie versteckte diese Botschaften in einer Vertiefung in einem Saal des Schlosses, welcher bei der Restaurierung des Schlosses freigelegt wurde. Dieser wird in der Ausstellung als „Fehlraum“ bezeichnet. Mit der Weitergabe der Truppenbewegungen beging sie jedoch Hochverrat und setzte damit nicht nur ihre Besitztümer aufs Spiel, sondern auch ihr Leben.

Und es kam wie es kommen musste, Elisabeth von Rochlitz, wurde als Agentin enttarnt und ihr wurde Hochverrat vorgeworfen.Moritz von Sachsen besetzte daraufhin Schloss Rochlitz und beschlagnahmte dieses. Elisabeth von Rochlitz, gelang zwar die Flucht mit Hilfe Ihrer Verbündeten. Sie sah jedoch ihr geliebtes Schloss Rochlitz auf dem sie politisch frei war, nie wieder. Im weiteren Lauf ihres Lebens versuchte sie immer wieder politisch aktiv zu sein, bekam aber nie wieder so eine Bedeutung wie zu ihren Zeiten auf Schloss Rochlitz.

Sie starb nach langer schwerer Krankheit am 06.12.1557 in Schmalkalden und wurde in der Marburger Elisabethkirche beigesetzt.

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